Bedarfsorientierung statt Rückbau: Integrationskurse wirksam weiterentwickeln
Veröffentlichung unseres neuen Positionspapiers
Berlin, 8. Mai 2026
Am 9. Februar 2026 hat das BAMF den freiwilligen Zugang zu Integrationskursen für rund 130.000 Menschen ausgesetzt. Seitdem ist unklar, was folgt. Welche Konzepte die Bundesregierung für die Weiterentwicklung der Sprachförderung verfolgt, welche Reformen geplant sind und wie die Lücke geschlossen werden soll – das bleibt offen. Genau diese Unklarheit ist das Problem. Für Unternehmen, für Träger, für Menschen die ankommen und arbeiten wollen.
Was wir stattdessen hören, macht uns nicht zuversichtlicher. Erstorientierungskurse werden als pragmatische Lösung gehandelt – dabei belegt die Forschung eindeutig: vergleichbare Ad-hoc-Kurse ohne gezielte Sprachförderung haben kaum messbaren Einfluss auf die Beschäftigungsquote.
Sprachförderung ist für uns keine Sozialleistung. Sie ist wirtschaftliche Infrastruktur – Voraussetzung für Beschäftigung, Fachkräftesicherung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Vor zwei Monaten haben knapp 500 Unternehmen gemeinsam einen Appell an die Bundesregierung gesendet. → Zum Appell
Das Positionspapier
„Bedarfsorientierung statt Rückbau: Integrationskurse wirksam weiterentwickeln“ benennt nicht nur das Problem, sondern gibt konkrete Impulse für eine Reform die wirkt – freiwilligen Zugang sofort wieder öffnen, Träger als Wirkungsakteure ernst nehmen, Sprache und Arbeit zusammendenken und Planungssicherheit schaffen damit Unternehmen verlässlich in Menschen investieren können. → Zum Positionspapier
Dieses Positionspapier wurde in Beratung mit folgenden Organisationen entwickelt:
- BKMO – Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen
- DVV – Deutscher Volkshochschul-Verband
- WIR-Netzwerke – AG-Aufenthaltsverfestigung der WIR-Netzwerke
Fragen, Feedback und Interesse an einer Zusammenarbeit gerne direkt: Volker von Witzleben witzleben@vielfaltistzukunft.org | 0176 630 811 36
